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Älteste Freiwillige Feuerwehr des Landes Brandenburg
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Erste Hilfe im Haus

Erste Hilfe bei Unfällen im Haushalt kann lebenswichtig sein. Deshalb beachten sind folgende Tipps für Unfällen durch elektrischem Strom, Verbrennungen, Verätzungen und Vergiftungen.



Erste Hilfe bei Unfällen durch elektrischen Strom
  • Stromunfall erkennen:
    • Bei bestehender Stromeinwirkung kommt es zu Muskelverkrampfungen.
    • An den Ein- und Austrittsstellen des Stroms entstehen Verbrennungen mit Brandwunden, sog. Strommarken .

  • Gefährdungen für den Betroffenen
    • Bewusstlosigkeit
    • Atemstillstand
    • Herzstillstand

  • Maßnahmen
    • Strom unterbrechen . ACHTUNG: Strom ist nicht sichtbar! Suchen Sie den Unfallort gründlich nach der Stromquelle ab. Sie können nur Helfen, wenn die Stromzufuhr unterbrochen ist. Andernfalls gefährden Sie sich selbst.
    • Eigen- und Fremdgefährdung ausschließen .
    • Basiskontrollen durchführen (Vitalfunktionen überprüfen), dann Maßnahmen nach Notwendigkeit .
    • Notruf veranlassen .
    • Nach Beseitigung der akuten Lebensgefahr Brandwunden keimfrei bedecken .
    • Jegliche Anstrengung beim Betroffenen vermeiden. Bei Stromunfällen besteht immer die Gefahr des Herzstillstandes!
      Bei Hochspannung (über 1000 Volt): Hochspannungsanlagen sind durch besondere Warnschilder gekennzeichnet.Eine Abschaltung kann hier nur von Fachpersonal vorgenommen werden!

  • Wichtig: Eigenschutz beachten



Erste Hilfe bei Verbrennungen
  • Ursachen erkennen - Selbstschutz z. B. bei Stromunfällen
    • Flammen
    • glühendes Metall
    • Sonneneinstrahlung
    • Strom -und Blitzschlag
    • heiße Flüssigkeiten
    • Dampf/heiße Gase


  • Erkennungsmerkmale für Verbrennungen
    • Schwellung
    • Hautrötung
    • Blasenbildung  der Haut
    • Zerstörung der Haut

  • Gefahren für den Betroffenen
    • Schock durch Flüssigkeitsverlust und Schmerzen 
    • Infektionen

  • Maßnahmen
      Allgemein:
    • sofort ausgiebig mit kaltem Wasser kühlen bis zum Abklingen der Schmerzen .
    • Schockbetreuung
    • Notruf veranlassen
    • keimfreie Wundversorgung mittels Verbandtuch: Dieses aus der Umhüllung nehmen, dabei nur an den blauen Bändern anfassen und mit Pflaster auf gesunder Hautpartie befestigen.

      Bei Verbrühungen:
    • Durchtränkte, nicht auf der Haut haftende Kleidung rasch, aber vorsichtig entfernen

      Bei großflächigen Verbrennungen:
    • Mit feuchten Tüchern kühlen, nicht mit fließendem kalten Wasser.

      Bei Verbrennungen im Mund -und Rachenraum:
    • Kühlung von außen.
    • Mit kalten Wasser gurgeln.
    • Eiswürfel lutschen lassen.

      Bei Verbrennungen durch heiße Stoffe:
    • Eigenschutz beachten.
    • Auf Kleidung haftende Brandstoffe sofort entfernen.
    • Auf der Haut haftende Brandstoffe belassen.

      Bei brennender Kleidung:
    • Eigenschutz beachten.
    • Fluchtbewegung stoppen.
    • Flammen ersticken.



Erste Hilfe bei Verätzungen
  • Maßnahmen
      Allgemein:
    • Unbedingt den Eigenschutz beachten.
    • schnell handeln.
    • Betroffenen Bereich spülen
    • Notruf veranlassen .

      Bei Verätzungen der Haut:
    • Betroffene Kleidungsstücke sofort entfernen.
    • Wenn kein Wasser vorhanden ist, ätzende Stoffe abtupfen
    • Wunden mit Brandwundenverbandmittel bedecken.

      Bei Verätzungen des Verdauungstraktes:
    • Mund ausspülen.
    • In kleinen Schlucken Wasser trinken lassen.
    • Beruhigen.
    • Nicht zum Erbrechen bringen.
    • Vitalfunktionen kontrollieren und Maßnahmen nach Notwendigkeit durchführen.

      Bei Verätzungen der Augen:
    • Augen spülen.
    • Beide Augen mittels Dreiecktuchkrawatte und Mullkompressen versorgen und damit ruhigstellen .
    • Betroffenen betreuen und führen.



Erste Hilfe bei Vergiftungen
  • Erkennungsmerkmale
    • Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.
    • Plötzlich auftretende Schmerzen im Bauch.
    • Kopfschmerzen, Schwindelgefühl.
    • Bewusstseinseintrübung / Bewusstlosigkeit.
    • Atemstörungen / Atemstillstand.
    • Herzstillstand.

  • Maßnahmen
      Allgemein:
    • Vergiftete Personen unter Beachtung des Eigenschutzes retten und versorgen.
    • Gift entfernen oder verdünnen bzw. betroffene Person aus dem Gefahrenbereich retten.
    • Vitalfunktionen kontrollieren und Maßnahmen nach Notwendigkeit durchführen.

      Notruf mit folgenden Angaben veranlassen:
    • Technisches Gerät und Personal zur Rettung anfordern.
    • Alter der verunglückten Person angeben.
    • Art und evtl. Konzentration des Giftes nennen.
    • Zeitpunkt der Vergiftung festhalten.
    • Anzeichen der Vergiftung aufzählen, bereits durchgeführte Maßnahmen darstellen.
    • Wenn möglich Giftreste, Erbrochenes oder Verpackungen von Giftresten sicherstellen.
    • Hinweise von Augenzeugen aufnehmen.


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