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Historie

1247 Erste Urkundliche Erwähnung Wriezens

Im Jahre 1247 wird der Ort Wriezen erstmals als "oppidium Wrecne" in einer Urkunde erwähnt, mit der dem Kloster Zinna Besitzungen südöstlich von Strausberg bestätigt wurden. Dieses Jahr kann man damit als Beginn der schriftlich überlieferten Geschichte von Wriezen bezeichnen.

Die Verfassung Wriezens bestand bis zum 12. Januar 1337 zu Dorfrecht. Gegen Zahlung von 30 Mark Brandenburgischen Silbers wurde ihr nunmehr das Strausberger Stadtrecht verliehen. Die Geschäfte der Stadt leitete von nun ab der Rat.

Die Mitglieder des Rates setzten sich aus den vier Gewerken (Schuhmacher, Gewandschneider = Tuchkaufmann, Bäcker, Knochenhauer = Schlächter) und den Handel treibenden Großbürgern zusammen. An der Spitze des Rates standen im jährlichen Wechsel zwei Älterleute, die ab 1373 Bürgermeister genannt wurden.

Zuvor hatten hier bereits die Wendensiedlungen Gaul und Kietz bestanden, die etwa 1340 der Stadt übereignet wurden.

Wriezen unterhielt Handelsbeziehungen zur Hanse und entwickelte sich zum Haupthandelsplatz für Fischausfuhr. Wriezen wurde der bedeutendste Fischmarkt der Mark Brandenburg. Im Jahre 1692 kam es zur Gründung der Hechtreißerzunft, die bis 1874 landesherrlich privilegiert war und Fische bis ins Rheinland, nach Böhmen, Bayern und gelegentlich bis nach Italien verkaufte.

Eine große Rolle spielte auch der Getreidehandel. Gleichzeitig fanden aber auch Holz- und Viehmärkte statt.

Durch die Ansiedlung von Bierbrauern und der Anlage von Weinbergen gewann Wriezen immer mehr an Bedeutung. Insgesamt gab es 25 Weinberge, die von der Schulzendorfer Grenze bis zur Malzmühle reichten. Hinzu kamen 43 Brau-Eigner, die ein gutes Gerstenbier brauten und damit Wriezen und die umliegenden Dorfkrüge versorgten.

Erste größere Rückscläge brachte der Dreißigjährige Krieg und seine Folgen. Ausplünderungen und Drangsalierungen durchziehender Söldnertruppen hinterließen sichtbare Spuren.

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